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Vergesslichkeit: Was ist normal, was schon krankhaft?
Vergesslichkeit ist zu einem gewissen Grad normal und kann viele Ursachen haben. Doch nimmt diese überhand, kann auch eine Erkrankung dahinterstecken. Mögliche Auslöser sind etwa Demenz, Alzheimer, Parkinson, Stoffwechselerkrankungen oder Entzündungen im Gehirn. Darüber hinaus ist Vergesslichkeit ein typisches Begleitsymptom von Schlaganfällen oder psychischen Krankheiten, wie beispielsweise Depressionen.
Doch ab wann gilt Vergesslichkeit als krankhaft und bei welchen Warnzeichen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden? In der Bildergalerie erfahren Sie mehr dazu.

Vergesslichkeit im Alter oft normal
Mit zunehmendem Alter nimmt die Gedächtnis- und Erinnerungsleistung ab. Das ist erst einmal kein Anlass zur Sorge und ganz normal. Eine solche Altersvergesslichkeit bezeichnen Fachleute als leichte kognitive Störung. Hin und wieder einmal Dinge zu vergessen, ist somit noch nicht besorgniserregend.


Vergesslichkeit ohne erkennbare Ursachen

Wenn die Vergesslichkeit den Arbeitsalltag einschränkt
Ist die Vergesslichkeit so ausgeprägt, dass dem normalen Berufsalltag nicht mehr oder nur noch eingeschränkt nachgegangen werden kann, ist dies ebenfalls ein mögliches Anzeichen für eine Erkrankung. In diesem Fall ist es ratsam, einen Termin in der hausärztlichen Praxis zu vereinbaren. Mitunter kann es auch hilfreich sein, sich dem*der Arbeitgeber*in anzuvertrauen und über die Vergesslichkeit zu informieren. Insbesondere dann, wenn Betroffene eine hohe berufliche Verantwortung tragen, der sie nicht mehr nachkommen können.

Warnzeichen: Zunehmende Orientierungslosigkeit
Finden sich Menschen an Orten nicht mehr zurecht, die sie eigentlich gut kennen, und fühlen sich zunehmend desorientiert, ist ebenfalls eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Orientierungsprobleme können zwar harmloser Natur sein und nur vorübergehend auftreten. Unter Umständen sind sie aber auch ein Hinweis auf bestimmte körperliche oder psychische Erkrankungen. Zudem ist ein Verlust der Orientierung oft sehr belastend für Betroffene und kann zu Unsicherheit, Panik, Reizbarkeit und sozialem Rückzug führen.

Schwierigkeit, sich zu artikulieren: Hinweis auf eine Erkrankung?
Eine Wortfindungsstörung kann ebenfalls ein Anzeichen für eine Erkrankung sein. Fällt es Betroffenen plötzlich schwer, vollständige Sätze zu bilden und sich an alltägliche Wörter zu erinnern, kann das harmlose Gründe haben. Eine schnelle ärztliche Abklärung ist dennoch sinnvoll, um mögliche neurologische Ursachen wie einen Schlaganfall, eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder ein Schädel-Hirn-Trauma auszuschließen.
Lesetipp: 6 wichtige Symptome bei Schlaganfall

Krankhafte Vergesslichkeit: Wiederholtes Fragenstellen ist Warnsignal
Ob es Betroffene selbst bemerken oder Menschen aus ihrem Umfeld sie darauf hinweisen: Wer häufig dieselben Fragen stellt oder immer wieder dieselbe Geschichte erzählt, sollte dies ärztlich abklären lassen. Das kann ein erster Hinweis auf eine krankhafte Vergesslichkeit sein.

Schwierigkeiten bei alltäglichen Handlungen
Wirkt sich die Vergesslichkeit auf einfache körperliche Aktivitäten im Alltag aus, besteht dringender Handlungsbedarf. Wenn normale Bewegungsabläufe, etwa sich ankleiden oder die Zähne putzen, zur Herausforderung werden, kann das neurologische Ursachen haben, die umgehend untersucht werden sollten.
Vergesslichkeit ist zu einem gewissen Grad normal und kann viele Ursachen haben. Doch nimmt diese überhand, kann auch eine Erkrankung dahinterstecken. Mögliche Auslöser sind etwa Demenz, Alzheimer, Parkinson, Stoffwechselerkrankungen oder Entzündungen im Gehirn. Darüber hinaus ist Vergesslichkeit ein typisches Begleitsymptom von Schlaganfällen oder psychischen Krankheiten, wie beispielsweise Depressionen.
Doch ab wann gilt Vergesslichkeit als krankhaft und bei welchen Warnzeichen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden? In der Bildergalerie erfahren Sie mehr dazu.
- Online-Informationen der Gesellschaft für Gehirntraining e.V. (GFG): https://www.gfg-online.de/ (Abruf: 01/2025)
- Online-Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: Demenz: Wenn Vergesslichkeit zur Krankheit wird: https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/demenz-wenn-vergesslichkeit-zur-krankheit-wird-5948.php (Abruf: 01/2025)
- Online-Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: Denksport – Aktiv gegen das Vergessen: https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/denksport-aktiv-gegen-das-vergessen-7677.php (Abruf: 01/2025)
- Online-Informationen von Springer-Medizin: Bewegung gegen Vergesslichkeit: Besonders Tanzen beugt Demenz vor: https://www.springermedizin.de/leichte-kognitive-stoerung/demenz/bewegung-gegen-vergesslichkeit-besonders-tanzen-beugt-demenz-vor/19871422?searchResult=1.vergesslichkeit&searchBackButton=true (Abruf: 01/2025)
- Grehl, H., Reinhardt, F.: Checkliste Neurologie. Thieme, Stuttgart 2022
R41.8

