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10 verbotene Lebensmittel bei Rheuma
Rheuma ist ein Überbegriff für verschiedene entzündliche Erkrankungen, die meist mit Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit einhergehen. Zu den häufigsten Formen zählt die rheumatoide Arthritis. Bei der Autoimmunkrankheit greift das Abwehrsystem des Körpers die Innenhaut der Gelenke an.
Ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von Rheuma stellt die Ernährung dar. Empfohlen wird generell eine antientzündliche beziehungsweise mediterrane Ernährung. Diese setzt sich im Wesentlichen aus reichlich Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten sowie Vollkornprodukten und hochwertigen pflanzlichen Ölen zusammen.
Dagegen gibt es einige Lebensmittel, die entzündliche Prozesse im Körper fördern und die Symptome von Rheuma verstärken können. In der Bildergalerie erfahren Sie, welche Lebensmittel bei Rheuma eher vermieden werden sollten.
Wichtig: Jeder Mensch reagiert bei Rheuma anders auf bestimmte Lebensmittel – eine pauschale Verbotsliste gibt es nicht. Dennoch kann eine individuell angepasste Ernährung helfen, Beschwerden zu lindern.

Verbotene Lebensmittel bei Rheuma: Wurst und Fleisch
Wer an Rheuma erkrankt ist, sollte rotes Fleisch (z. B. Rind und Schwein) und verarbeitete Fleischwaren wie Salami oder Würstchen besser meiden. Sie enthalten hohe Mengen an gesättigten Fettsäuren wie Omega 6 und Arachidonsäure. Diese fördern die Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen (Prostaglandine, Leukotriene), die bei rheumatischen Erkrankungen Entzündungen in den Gelenken verstärken können.
Lesetipp: Rheuma-Selbsttest – Bin ich betroffen?

Rheuma: Sind Milchprodukte verbotene Lebensmittel?
Arachidonsäure befindet sich auch in Milch und Milchprodukten. Dennoch sollte man sie nicht gänzlich aus dem täglichen Ernährungsplan streichen, da sie eine wichtige Calciumquelle darstellen. Weil Menschen mit Rheuma mitunter ein erhöhtes Risiko für Osteoporose haben, sollten sie täglich drei bis vier Portionen Milch oder Milchprodukte essen – etwa ein Becher Joghurt, eine Scheibe Käse oder ein Glas Milch. Wichtig: Am besten fettarme Varianten wählen.
Lesetipp: Calciumreiche Lebensmittel – So decken Sie Ihren Bedarf

Verbotene Lebensmittel bei Rheuma: Sonnenblumenöl
Omega-6-Fettsäuren stecken nicht nur in tierischen, sondern auch in pflanzlichen Fetten. Besonders problematisch sind Sonnenblumenöl, Maiskeimöl und Distelöl. Sie enthalten große Mengen davon und können entzündliche Prozesse im Körper fördern. Eine bessere Wahl sind Omega-3-reiche Öle wie Raps- oder Leinöl.
Lesetipp: Olivenöl, Rapsöl, Leinöl – Gesunde Pflanzenöle im Überblick

Sind Eier verbotene Lebensmittel bei Rheuma?
Eier gelten aufgrund der enthaltenen Arachidonsäure als entzündungsfördernd und sollten mit Bedacht in die Ernährung eingebaut werden. Fachleute raten dazu, bei Rheuma nicht mehr als zwei Eier pro Woche zu essen. Ein Augenmerk sollten Betroffene auf "versteckte" Eier in anderen Produkten wie Nudeln oder Brot haben.

Bei Rheuma auf zuckerreiche Lebensmittel verzichten
Zuckerreiche Lebensmittel wie Süßigkeiten und Kuchen oder auch Softdrinks sollten bei Rheuma besser vermieden werden. Sie führen zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels, was wiederum die Ausschüttung von entzündungsfördernden Zytokinen begünstigt. Ein hoher Zuckerkonsum erhöht zudem das Risiko für Übergewicht, was die Gelenke zusätzlich belastet und die Rheuma-Symptome verschlimmern kann.

Rheuma: Frittierte und verarbeitete Lebensmittel sind verboten
Frittierte Speisen und Fertiggerichte zählen ebenfalls zu den verbotenen Lebensmitteln bei Rheuma. Sie enthalten neben Zucker oft Transfette, die nachweislich Entzündungen fördern. Diese Fette entstehen vor allem beim industriellen Härten von Pflanzenölen oder beim starken Erhitzen von Speiseölen.

Verbotene Lebensmittel bei Rheuma: Tomaten und Kartoffeln?
Nachtschattengewächse wie Tomaten, Auberginen und Kartoffeln enthalten Solanin, ein Alkaloid, das bei manchen Betroffenen Entzündungen auslösen kann. Deswegen werden sie häufig zu den verbotenen Lebensmitteln bei Rheuma gezählt. Allerdings reagieren nicht alle Menschen mit Rheuma darauf. Ein Ernährungstagebuch kann dabei helfen, Unverträglichkeiten herauszufinden.

Auf Weißmehlprodukte bei Rheuma besser verzichten
Weißbrot, helle Brötchen und Gebäck enthalten viele raffinierte Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen. Das kann oxidativen Stress im Körper verstärken und Entzündungsreaktionen begünstigen. Deshalb sollten stark verarbeitete Getreideprodukte bei Rheuma nur in Maßen verzehrt werden.
Lesetipp: Oxidativer Stress – 7 Anzeichen, dass Sie betroffen sind

Ist Kaffee bei Rheuma verboten?
Kaffee ist bei Rheuma nicht grundsätzlich verboten. Einige Studien deuten darauf hin, dass sehr hoher Kaffeekonsum entzündliche Prozesse begünstigen könnte. Andererseits enthält Kaffee Antioxidantien, die möglicherweise entzündungshemmend wirken. Ein eindeutiger Zusammenhang ist jedoch nicht belegt. Entscheidend ist die individuelle Verträglichkeit: Manche Betroffene berichten von verstärkten Beschwerden nach dem Kaffeegenuss, während andere keine negativen Auswirkungen feststellen.

Verbotene Lebensmittel bei Rheuma: Alkohol
Alkohol kann entzündliche Prozesse im Körper fördern und die Beschwerden bei Rheuma verschlimmern. Besonders problematisch ist die Wechselwirkung mit Medikamenten: Viele Arzneimittel zur Behandlung von Rheuma, insbesondere Methotrexat oder bestimmte Schmerzmittel, belasten die Leber. Alkohol verstärkt diese Wirkung und erhöht das Risiko für Leberschäden.
Lesetipp: Entzündungshemmende Lebensmittel – Diese 13 können helfen
Rheuma ist ein Überbegriff für verschiedene entzündliche Erkrankungen, die meist mit Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit einhergehen. Zu den häufigsten Formen zählt die rheumatoide Arthritis. Bei der Autoimmunkrankheit greift das Abwehrsystem des Körpers die Innenhaut der Gelenke an.
Ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von Rheuma stellt die Ernährung dar. Empfohlen wird generell eine antientzündliche beziehungsweise mediterrane Ernährung. Diese setzt sich im Wesentlichen aus reichlich Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten sowie Vollkornprodukten und hochwertigen pflanzlichen Ölen zusammen.
Dagegen gibt es einige Lebensmittel, die entzündliche Prozesse im Körper fördern und die Symptome von Rheuma verstärken können. In der Bildergalerie erfahren Sie, welche Lebensmittel bei Rheuma eher vermieden werden sollten.
Wichtig: Jeder Mensch reagiert bei Rheuma anders auf bestimmte Lebensmittel – eine pauschale Verbotsliste gibt es nicht. Dennoch kann eine individuell angepasste Ernährung helfen, Beschwerden zu lindern.
- Michalsen, A.: Rheuma und Ernährung. Was kann empfohlen werden? In arthritis + rheuma. 5/2018, 356–362: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0038-1675729.pdf (Abruf: 03/2025)
- Online-Informationen von Deximed: Rheumatoide Arthritis (Rheuma): https://deximed.de/home/klinische-themen/rheumatologie/patienteninformationen/gelenkrheuma/rheumatoide-arthritis-rheuma (Abruf: 03/2025)
- Online-Informationen der Deutschen Rheuma-Liga Landesverband Hamburg e. V.: Ernährung bei Rheuma: https://www.rheuma-liga-hamburg.de/ernaehrung-bei-rheuma (Abruf: 03/2025)
- Online-Informationen des Mitteldeutschen Rundfunks: Mediterrane Ernährung hilft auch gegen Rheuma: https://www.mdr.de/wissen/mediterrane-ernaehrung-hilft-auch-gegen-rheuma100.html (Abruf: 03/2025)
- Langenegger, N., Walther, Barbara: Milchprodukte und entzündliche rheumatische Erkrankungen. In Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin. 1/13, 30: https://www.rosenfluh.ch/media/ernaehrungsmedizin/2013/01/Milchprodukte_und_entzundliche_rheumatische_Erkrankungen.pdf (Abruf: 03/2025)
- Online-Informationen vom Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V.: Die richtige Ernährung bei Rheuma: https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/public/main_domain/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Broschueren/A25_Ernaehrung_bei_Rheuma.pdf (Abruf: 03/2025)
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